wer bin ich:

Bernd Overberg ist seit 2010 der persönliche Assistent von seiner Ehefrau Sabine Overberg. Nach ihrem schweren Schlaganfall sind Halbseitenlähmung, Aphasie und Epilepsie als Spätfolgen zurückgeblieben, die bis heute noch eine Auswirkung auf das tägliche Leben haben. Nur durch das gemeinsame Zusammenleben lässt sich ohne Sprache trotzdem kommunizieren.

Ich bin persönlicher Assistent,

Die helfende Hand, die die Getränkeflasche aufschraubt die sich mit einer Hand nicht öffnen lässt. Beim zubereiten der Mahlzeiten die Tätigkeiten übernimmt die mit zwei Händen einfach schneller gehen. Der Begleiter dem mit zum Einkaufen der fährt und dem Arm reicht das der Rollstuhl stehen bleiben kann. Die Begleitung zum Arzt die berichten kann was sich ereignet hat und somit eine Behandlung erst ermöglicht. Wichtig ist jedoch das ich nur das mache was meine Frau will.

Ich bin ehrenamtlicher Betreuer.

Da damals meine Frau einige Zustimmungen zu Operationen nicht erteilen konnte hat eine Ärztin mich als Betreuer für meine Frau vorgeschlagen. So durfte ich vor 10 Jahren die Einwilligungen erteilen. Da sie seit dem Schlaganfall ihre Sprache nicht wiedergefunden hat ist diese Betreuung bis heute erhalten. Um jedoch eine fundierte Entscheidung treffen zu können muss ich mich in das Thema einarbeiten und verstehen.

Ich bin ehrenamtliche Pflegekraft.

Gemeinsam haben die beiden entschieden das wir auch trotz schwerster Beeinträchtigung ihrer Selbstständigkeit auch weiterhin zusammen leben möchten. Alle 3 Monate steht ein Beratungsbesuch vom Pflegedienst an. Ziel der Beratungsbesuche ist, die Qualität der häuslichen Pflege zu sichern und die pflegenden Angehörigen theoretisch und praktisch pflegefachlich anzuleiten. Nach 10 Jahren ist das ein lockerer Termin zum Kaffeetrinkern denn viel ändert in diesem Pflegejungel nicht mehr.